Raiffeisen BANKENGRUPPE

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich ist die größte Bankengruppe und hat das dichteste Bankstellennetz des Landes:

270 selbstständige Raiffeisenbanken mit rund 1.500 Bankstellen per 2025

8 regional tätige Landeszentralen

Rund 1,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind Mitglieder und damit auch Miteigentümer:innen von Raiffeisenbanken

Rund 4,7 Mio. Österreicher:innen sind Raiffeisen-Kund:innen

Rund 35.300 Beschäftigte in Österreich

Zum Allfinanz-Angebot der Raiffeisen Bankengruppe gehören auch die Finanzdienstleistungen von Raiffeisen-Spezialunternehmen, etwa jene der Wertpapierfonds-Gesellschaften Raiffeisen Capital Management, der Raiffeisen-Versicherung, der Raiffeisen-Leasing oder der Raiffeisen Bausparkasse, die in Österreich zu den Marktführern gehören. 

Eine Idee wird zum Erfolg

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) war Bürgermeister in einer von Hungersnöten und Armut geprägten Gemeinde im Westerwald. Er stellte sich die Aufgabe, die große wirtschaftliche Not der Bevölkerung zu lindern. 1862 schuf Raiffeisen einen Darlehenskassen-Verein und legte den Grundstein für die heute weltumspannende Organisation der Raiffeisengenossenschaften.

Raiffeisenbanken in Österreich

Nach Gründung der Raiffeisenkasse Mühldorf (NÖ) im Jahre 1886 gab es zehn Jahre später bereits 600 Spar- und Darlehenskassen nach dem System Raiffeisen.

Dem Beispiel Raiffeisens folgend gründeten die Einzelgenossenschaften regional tätige Landeszentralen (ab 1894).

Auf Bundesebene wurde im Jahre 1898 in Wien ein gemeinsamer Verband geschaffen, der heute den Namen ‚Österreichischer Raiffeisenverband‘ trägt.

Seit mehr als 130 Jahren gibt es Raiffeisen in Österreich.

Die österreichischen Raiffeisen Genossenschaften haben sich im Laufe dieser Zeit den geänderten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen angepasst, ohne aber ihre bewährten Grundsätze aufzugeben.

Die wesentlichen Faktoren der Genossenschaftsidee:

  1. Hilfe zur Selbsthilfe: Bestimmte Funktionen werden gemeinsam getragen, um Herausforderungen besser zu bewältigen.
  2. Solidarität: Solidarität ist Eigennutz auf einer höheren Ebene.
  3. Selbstverwaltung: Entscheidungsprozesse der Genossenschaft werden durch demokratische Selbstbestimmung der Eigentümer:innen gestaltet.
  4. Selbstverantwortung: Weil sie solidarisch mit ihrer Genossenschaft verbunden sind, stehen Miteigentümer:innen für ihr Handeln ein.
  5. Identitätsprinzip: Miteigentümer:innen sind zugleich Geschäftspartner:innen und Mitentscheider:innen in ihrem Unternehmen.
  6. Förderauftrag: Förderung der Miteigentümer:innen – ihr Nutzen steht im Vordergrund.
  7. Subsidiarität: So viel Leistung wie möglich vor Ort erbringen – wirksam und effizient.
  8. Regionalität: Aus der Region, für die Region – tief verwurzelt.
  9. Nachhaltigkeit: Den Planeten und seine Schönheit erhalten, um weiterhin wirtschaften zu können.
  10. Freiwilligkeit: Zusammenschluss, Eintritt und natürlich Beendigung der Miteigentümerschaft erfolgen immer freiwillig.

Das gemeinsame, alle Aktivitäten verbindende Zeichen der Raiffeisen-Gruppe ist das Giebelkreuz.

Das Giebelkreuz ist ursprünglich das germanische Symbol für ein behütetes Haus und wurde früher am Dachgiebel zum Schutz der Bewohner:innen vor allen Gefahren angebracht.

Die Raiffeisenorganisation hat dieses Schutzzeichen zu ihrem Symbol gewählt, weil sich ihre Mitglieder durch den Zusammenschluss in der Genossenschaft vor wirtschaftlichen Gefahren selbst schützen.

Fachverband der Raiffeisenbanken

Die Tätigkeitsfelder umfassen die folgenden Bereiche: 

Zu den zentralen Aufgaben des Fachverbands der Raiffeisenbanken zählt die Interessenvertretung gegenüber dem Bundesministerium für Finanzen und den österreichischen Aufsichtsbehörden. Auf europäischer Ebene ist er Ansprechpartner für den Rat, die EU-Kommission, das EU-Parlament und die europäischen Aufsichtsbehörden.

Weitere Aktivitäten sind u.a. die Herausgabe und Redaktion der Zeitschrift „Österreichisches Raiffeisenblatt – Fachblatt für den Bankensektor“.

Der Fachverband der Raiffeisenbanken leitet auch die Kollektivvertragsverhandlungen für die Raiffeisen Bankengruppe.